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Laut der fünften Auflage der Studie zu den Stromgestehungskosten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE weisen Solarkraftwerke in Deutschland eindeutig geringere Stromgestehungskosten auf als konventionelle Kraftwerke.

Aufgrund des verschärften Klimaschutzes steigen die Kosten der konventionellen Kraftwerke. Dagegen sinken die Stromgestehungskosten der Photovoltaikraftwerke, selbst seit der letzten Studie im Jahr 2018. Dies liegt unter anderem an den technologischen Fortschritten.

Je nach Anlagentyp und Sonneneinstrahlung erzielen PV-Anlagen derzeit Stromgestehungskosten zwischen 3,12ct/kWh und 11,01 ct/kWh. Die spezifischen Anlagenkosten liegen je nach Anlagentyp bei 530€/kWp bis 1600€/kWp. Aufgrund des wachsenden Marktes im deutschen Stromsystem, wurden dieses Mal auch die Kosten der Batteriespeicher mit aufgenommen. Für PV-Batteriesysteme liegen die Stromgestehungskosten zwischen 5,24ct/kWh und 19,72 ct/kWh. Der Kostenunterschied besteht aufgrund der unterschiedlichen Batteriesysteme. „Durch den Einsatz von Batteriespeichern ergibt sich zusätzlich ein Mehrwert durch einen Beitrag zur Systemsicherheit im Stromsystem und Verstetigung der Einspeisekurven bzw. Batterieentladung in Stunden hoher Nachfrage“ (Fraunhofer ISE, S.1, 2021).

Bis 2040 sollen die Stromgestehungskosten der PV-Anlagen deutlich unter den Stromgestehungskosten der fossilen Kraftwerke liegen. Das Fraunhofer ISE vermutet die Kosten bei PV-Freiflächenanlagen zwischen 1,92ct/kWh und 3,51 ct/kWh. Ab 2024 werden bereits Kosten für alle PV-Anlagen ohne Batteriespeicher auf unter 10 ct/kWh prognostiziert. Bis 2040 sollen die Anlagenkosten bei PV-Freiflächenanlagen unter 350 €/kW liegen.

Zum Vergleich: Gestiegene CO2-Zertifikatspreise führten dazu, dass die Stromgestehungskosten bei Kohlekraftwerken (Braun- und Steinkohle) deutlich angestiegen sind. Die Stromgestehungskoten liegen bei über 10 ct/kWh. Bei Steinkohlekraftwerken liegen diese sogar bei 11,03 ct/kWh und 20,04 ct/kWh.

Photovoltaik ist die günstigere Stromalternative. Wichtig sind ausreichend Freiflächen und Kraftwerkskapazitäten für PV.

Quelle:

https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/presseinformationen/2021/1121_ISE_d_PI_Studie_Stromgestehungskosten_2021.pdf
https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.html

Bildquelle: Fraunhofer ISE, 2021